Die hohe Kunst ein Motorrad umzubauen

Die Geschichte ein Motorrad umzubauen und nach den eigenen Vorstellungen zu Designen hat ihre Anfänge in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg. Bei diesen maßgeschneiderten Motorrädern spricht man auch von Custom Bikes. Diese werden in verschiedene Kategorien eingeteilt.

  • Scrambler
  • Bagger
  • Dragster
  • Streetfighter
  • Bobber
  • Café Racer

Des Weiteren gibt es gerade in den letzten Jahren Entwicklungen die sich in keiner der genannten Kategorien einordnen lassen. Die hier an andere Stelle besprochene Full Moon ist ein perfektes Beispiel hierfür.

Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte

Es war 1948 als in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt in Kalifornien das erste Motorrad komplett umgebaut wurde und auf die Straße ging. Zu Beginn stand jedoch nicht die Kunst, sondern die Zweckmäßigkeit im Vordergrund. So warten extrabreite Reifen besonders bei den in den Staaten beliebten Beschleunigungsrennen hilfreich. Die Sissy Bar war eine Sicherheitslehne für den Sozius, oder um bei langen Touren das Gepäck leichter und sicherer zu befestigen.

Das Motorrad wurde durch den kunstvollen Umbau von einem eher unbequemen Fortbewegungsmittel zu einem akzeptierten Gebrauchsgegenstand. Die beiden Chopper aus dem Kultstreifen „Easy Rider“ mit Dennis Hopper und Peter Fonda aus dem Jahr 1969 wurden zum Kultsymbol der damaligen Zeit. Auch heute ist eine verlängerte Gabel, ein umlackierter Tank und das tiefe Blubbern des Motors der Inbegriff eines Custom Bikes.

Das Motorrad als Kunst

Da sich in den letzten Jahren das Motorrad größer Beliebtheit in den gehobenen, ja teilweise elitären Kreisen erfreut hat sich auch bei den Umbauten viel geändert. Oftmals wird die Fahrtüchtigkeit einem skurrilen optischen ErscThe motorcycle as artheinungsbild geopfert, welches als Statussymbol fungiert.

Die Szene ist gespalten. Während die einen die kunstvollen Umbauten zur Verdeutlichung des jeweiligen Charakters der Maschine ansehen, sehen andere die teilweise extremen Umbauten eher als Modeerscheinung, die nicht zu Letzt aufgrund verschiedener Dokumentationen und Serien im Fernsehen den Bezug zur Kunst zunehmend verlieren. Spätestens wenn diese Mode wieder abflaut wird auch die eigentliche Idee, nämlich neue Materialien und Techniken zur technischen und Optischen Aufwertung des Bikes zu verwenden, wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.